Deutsche Meisterschaften der Masters
1. - 3. Juli 2005

 

Nachdem Tanja einige Wochen auf mich eingeredet hat, mit zu den Deutschen Mastermeisterschaften nach Bonn zu fahren, hatte sie Erfolg und ich entschied mich mitzufahren.
Anfang Juni dachte ich, ich sollte doch ein wenig trainieren und tauschte meine Donnerstagswassergymnastik bei Monika gegen Schwimmtraining bei Gölle.
Aber welche Strecken sollte ich melden? Rücken lief im November 2004 eigentlich ganz gut, Kraul ist aber einfacher! Und wenn wir schon zu viert nach Bonn reisen, möchte ich eigentlich auch eine Staffel schwimmen.
Also gut, ich meldete für mich 50m und 100m Rücken sowie 50m und 100m Freistil.


Tanja wollte gerne 50m und 100m Freistil sowie 100m Brust schwimmen.
Marit meldete 50m und 100m Brust, 100m Freistil und 100m Schmett und Monique 50m und 100m Schmett sowie 100m Brust.
Die 100m Rücken waren Freitagnachmittag und somit fuhren Tanja und ich am Freitagmorgen um 8.00 ab HH-Hauptbahnhof. Eigentlich wollte Tanja auch Rücken schwimmen, hat es sich dann aber wieder anders überlegt. Warum eigentlich?
Marit und Monique wollten am Freitag-abend mit dem Auto nachkommen.
Der Zug hielt seinen Fahrplan nicht ein und so kamen wir schon sehr verspätet in Bonn an. Also in die nächste Taxe und zum Hotel. Dort fand man leider unsere Reservierung nicht. Nach einigen Telefonaten mit Marit und weiterer Zeitverzögerung konnten wir endlich unser Zimmer belegen. Jetzt schnell umziehen und den Weg zum Bad suchen. Ein Bus fuhr nicht und zu Fuß war es zu weit. Also Taxe? Gerade liefen uns noch zwei Sportlerinnen der SG Wiste über den Weg, die auch ins Bad wollten. Also ab zu denen ins Auto. Um 15.15 Uhr waren wir im Bad, einschwimmen war bis 15.50 Uhr. Jetzt in Eile umziehen hatte ich keine Lust und wollte auf das Einschwimmen verzichten. Doch Tanja drängte mich in die Umkleide. Also doch einschwimmen. Ich schwamm ein paar Bahnen Freistil und konzentrierte mich dann auf die Rückenwende. Als mein Start immer näher rückte, wurde ich ganz schön nervös. Wie sollte ich 100m Rücken im Freiwasser, ohne Richtschnur an der Hallendecke überstehen? Also langer Pfiff, ab ins Wasser, Startschuß und los.
Lange Tauchphase mit Delphinbeine, Auftauchen und Rückenschwimmen. Neben mir war noch jemand, das hatte ich gesehen, weiter schwimmen, jetzt die Rückenfähnchen, 5 Züge, auf den Bauch und rum, klasse, die Wand war da, lange Tauchphase und die 2. Bahn, sie war endlos. Irgendwann muß doch die Fehlstartleine kommen und die Rückenfähnchen, na endlich, die Wand und das Rennen war zu Ende. Total erschöpft verließ ich das Wasser. Aber ich war 3. in 1:36,05 geworden, wer hätte das gedacht!!! Damit hatte sich schon der ganze Aufwand der Fahrt gelohnt. Die Siegerehrung war toll, wie eigentlich die ganze Veranstaltung.


Die Rückfahrt zum Hotel verlief ganz unkompliziert liegend im Mercedes Kombi eines AMTVers, weil er die hintere Sitzbank umgeklappt hatte.
Abends trafen wir uns mit Marit und Monique in der Bonner Innenstadt zum Abendessen.


Am Sonnabendmorgen fuhren wir dann zu viert mit Marits Auto zum Bad. Frühstück hatte Marit dabei (Muffins). Alle schwammen sich ein und der Wettkampf begann.
Als erstes kamen die 50m Freistil für Tanja und mich. Tanja wurde 9. in 0:31,84 und ich 6. in 0:36,46.
Dann die 100m Brust. Marit rutschte vom Block ab, wurde aber noch 2. in 1:20,49. Schön, endlich mal wieder eine Siegerehrung. Tanja wurde 8. In 1:31,36 und Monique verpaßte die Pflichtzeit um eine hundertstel Sekunde. Über 100m Schmett hatte sie sich jetzt viel vorgenommen, aber auch hier verpaßte sie leider die Pflichtzeit während Marit mit 1:11,96 !!! 4. wurde. Dann kamen meine 50m Rücken. Nachdem Tanja mir gesagt hatte, ich sollte nach dem Start kein Torpedo machen, da er mir nichts bringt, machte ich den Start, tauchte auf und schwamm meine Bahn Rücken und schlug als 2. In 0:43,34 an.
Hey, toll, jetzt auch noch Deutsche Vizemeisterin!!!

Ab Sonnabendmittag gesellte sich Gölle zu uns, der auch über einige Erlebnisse mit der DB berichten konnte.

Am Abend gingen wir wieder zum Abendessen in die Bonner Innenstadt. Wir hatten dort unser Lieblingsrestaurant gefunden. Marit hatte eine Freundin getroffen, die jetzt in Bonn lebt und ich meine Freundin Marschi mit ihrem Mann, die in Bonn Urlaub machten. (Meine Freundin Marschi, Marion Wittke, ist schuld, daß ich vor nunmehr 43 Jahren in den HSC eingetreten bin.)
Am Sonntagmorgen wurde Marit dann über 50m Brust 2. In 0:36,94!!!
Jetzt ist sie zweimal Deutsche Vizemeisterin!!!
Monique hatte dann noch ihre Versöhnung mit der Veranstaltung über 50m Schmett. Hier wurde sie 9. in 0:31,56.
Unsere Lagenstaffel in der Reihenfolge: Anke, Marit, Monique und Tanja belegte einen ordentlichen 6. Platz und zum Abschluß schwammen Marit, Tanja und ich noch die 100m Freistil.
Marit wurde 10. in 1:06,60, Tanja 7. in 1:08,21 und ich 4. in 1:22,80.

Auf der Rückfahrt wurden die Energiespeicher bei Mc Do aufgetankt und wir hatten aus meiner Sicht ein super erfolgreiches Wochenende hinter uns gebracht.

Anke Klatt

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