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Nachdem
Tanja einige Wochen auf mich eingeredet hat, mit zu den Deutschen
Mastermeisterschaften nach Bonn zu fahren, hatte sie Erfolg und ich
entschied mich mitzufahren.
Anfang Juni dachte ich, ich sollte doch ein wenig trainieren und tauschte
meine Donnerstagswassergymnastik bei Monika gegen Schwimmtraining
bei Gölle.
Aber welche Strecken sollte ich melden? Rücken lief im November
2004 eigentlich ganz gut, Kraul ist aber einfacher! Und wenn wir schon
zu viert nach Bonn reisen, möchte ich eigentlich auch eine Staffel
schwimmen.
Also gut, ich meldete für mich 50m und 100m Rücken sowie
50m und 100m Freistil.
Tanja wollte gerne 50m und 100m Freistil sowie 100m Brust schwimmen.
Marit meldete 50m und 100m Brust, 100m Freistil und 100m Schmett und
Monique 50m und 100m Schmett sowie 100m Brust.
Die 100m Rücken waren Freitagnachmittag und somit fuhren Tanja
und ich am Freitagmorgen um 8.00 ab HH-Hauptbahnhof. Eigentlich wollte
Tanja auch Rücken schwimmen, hat es sich dann aber wieder anders
überlegt. Warum eigentlich?
Marit und Monique wollten am Freitag-abend mit dem Auto nachkommen.
Der Zug hielt seinen Fahrplan nicht ein und so kamen wir schon sehr
verspätet in Bonn an. Also in die nächste Taxe und zum Hotel.
Dort fand man leider unsere Reservierung nicht. Nach einigen Telefonaten
mit Marit und weiterer Zeitverzögerung konnten wir endlich unser
Zimmer belegen. Jetzt schnell umziehen und den Weg zum Bad suchen.
Ein Bus fuhr nicht und zu Fuß war es zu weit. Also Taxe? Gerade
liefen uns noch zwei Sportlerinnen der SG Wiste über den Weg,
die auch ins Bad wollten. Also ab zu denen ins Auto. Um 15.15 Uhr
waren wir im Bad, einschwimmen war bis 15.50 Uhr. Jetzt in Eile umziehen
hatte ich keine Lust und wollte auf das Einschwimmen verzichten. Doch
Tanja drängte mich in die Umkleide. Also doch einschwimmen. Ich
schwamm ein paar Bahnen Freistil und konzentrierte mich dann auf die
Rückenwende. Als mein Start immer näher rückte, wurde
ich ganz schön nervös. Wie sollte ich 100m Rücken im
Freiwasser, ohne Richtschnur an der Hallendecke überstehen? Also
langer Pfiff, ab ins Wasser, Startschuß und los.
Lange Tauchphase mit Delphinbeine, Auftauchen und Rückenschwimmen.
Neben mir war noch jemand, das hatte ich gesehen, weiter schwimmen,
jetzt die Rückenfähnchen, 5 Züge, auf den Bauch und
rum, klasse, die Wand war da, lange Tauchphase und die 2. Bahn, sie
war endlos. Irgendwann muß doch die Fehlstartleine kommen und
die Rückenfähnchen, na endlich, die Wand und das Rennen
war zu Ende. Total erschöpft verließ ich das Wasser. Aber
ich war 3. in 1:36,05 geworden, wer hätte das gedacht!!! Damit
hatte sich schon der ganze Aufwand der Fahrt gelohnt. Die Siegerehrung
war toll, wie eigentlich die ganze Veranstaltung.
Die Rückfahrt zum Hotel verlief ganz unkompliziert liegend im
Mercedes Kombi eines AMTVers, weil er die hintere Sitzbank umgeklappt
hatte.
Abends trafen wir uns mit Marit und Monique in der Bonner Innenstadt
zum Abendessen.
Am Sonnabendmorgen fuhren wir dann zu viert mit Marits Auto zum Bad.
Frühstück hatte Marit dabei (Muffins). Alle schwammen sich
ein und der Wettkampf begann.
Als erstes kamen die 50m Freistil für Tanja und mich. Tanja wurde
9. in 0:31,84 und ich 6. in 0:36,46.
Dann die 100m Brust. Marit rutschte vom Block ab, wurde aber noch
2. in 1:20,49. Schön, endlich mal wieder eine Siegerehrung. Tanja
wurde 8. In 1:31,36 und Monique verpaßte die Pflichtzeit um
eine hundertstel Sekunde. Über 100m Schmett hatte sie sich jetzt
viel vorgenommen, aber auch hier verpaßte sie leider die Pflichtzeit
während Marit mit 1:11,96 !!! 4. wurde. Dann kamen meine 50m
Rücken. Nachdem Tanja mir gesagt hatte, ich sollte nach dem Start
kein Torpedo machen, da er mir nichts bringt, machte ich den Start,
tauchte auf und schwamm meine Bahn Rücken und schlug als 2. In
0:43,34 an.
Hey, toll, jetzt auch noch Deutsche Vizemeisterin!!!
Ab Sonnabendmittag
gesellte sich Gölle zu uns, der auch über einige Erlebnisse
mit der DB berichten konnte.
Am Abend
gingen wir wieder zum Abendessen in die Bonner Innenstadt. Wir hatten
dort unser Lieblingsrestaurant gefunden. Marit hatte eine Freundin
getroffen, die jetzt in Bonn lebt und ich meine Freundin Marschi mit
ihrem Mann, die in Bonn Urlaub machten. (Meine Freundin Marschi, Marion
Wittke, ist schuld, daß ich vor nunmehr 43 Jahren in den HSC
eingetreten bin.)
Am Sonntagmorgen wurde Marit dann über 50m Brust 2. In 0:36,94!!!
Jetzt ist sie zweimal Deutsche Vizemeisterin!!!
Monique hatte dann noch ihre Versöhnung mit der Veranstaltung
über 50m Schmett. Hier wurde sie 9. in 0:31,56.
Unsere Lagenstaffel in der Reihenfolge: Anke, Marit, Monique und Tanja
belegte einen ordentlichen 6. Platz und zum Abschluß schwammen
Marit, Tanja und ich noch die 100m Freistil.
Marit wurde 10. in 1:06,60, Tanja 7. in 1:08,21 und ich 4. in 1:22,80.
Auf der
Rückfahrt wurden die Energiespeicher bei Mc Do aufgetankt und
wir hatten aus meiner Sicht ein super erfolgreiches Wochenende hinter
uns gebracht.
Anke
Klatt
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