| Europameisterschaften der Masters |
| 16. - 21. August 2005 in Stockholm |
Alle zwei Jahre treffen sich Mastersschwimmer von der AK 25 bis zur AK unter 100, um, in Hightechschwimmanzüge verpackt, im Becken und offenen Gewässern ihre Kräfte zu messen. Die Qualifikationskriterien sind keineswegs so hart wie Titel der Veranstaltung vermuten lässt, gilt es doch lediglich relativ moderate Pflichtzeiten zu unterbieten. So meldeten für Stockholm über 3.000 Teilnehmer aus ganz Europa, wobei rund ein Drittel der Schwimmer aus Deutschland kommt. Wie immer waren bei diesen auch einige große Namen des Schwimmszene vertreten. So starteten in Stockholm auch Sergej Fesenko, 1980 in Moskau Olympiasieger über 200m Delfin und Zweiter über 400m Lagen sowie Mark Foster, der besonders für die weiblichen Teilnehmer ein - im wahrsten Sinne des Wortes - gern gesehener Blickfang war. Für die Herren der Schöpfung wurde diesbezüglich in Form von Therese Alshammar etwas geboten, die im Eriksdalbadet ihr tägliches Krafttraining absolvierte. Mit Frank, Inga, Tanja und Marit sowie Doreen als ‚Coach' machten sich auch fünf HSC'er auf in die schwedische Hauptstadt, um neben den Wettkämpfen die vielen schönen Ecken der Stadt und Kuriositäten des schwedischen Alltags wie Systembolaget zu entdecken. Für
Frank startete der Wettkampf bereits am Dienstag mit den 200m Lagen.
Am Mittwoch standen dann die 50 Brust an. Mit 34,05 konnte Frank ganz
zufrieden sein. Am Freitag führte unser Weg erstmal zum Erikdalsbadet. Und schon der erste Eindruck war: Wow! Eine Riesen-Anlage, die das Schwimmerherz höher schlagen lässt. Das 50m Wettkampfbecken, umrandet von Tribünen, eine weitere Halle mit einem 25m*50m Becken und zahlreichen Tribünen, Erlebnisbad, Sprungbecken, zahlreiche Whirlpools, Saunen im Umkleidebereich…., und nicht die gewohnt stickige Schwimmhallenluft, nein eine Luftzirkulation sorgt auch noch für angenehme Temperaturen in den Hallen. Draußen erwartet uns noch eine riesige Freibadanlage, wo sich aufgrund des Wetters zwischen Zelten und Ständen der größte Teil der Athleten aufhielt. Während
Tanja und Marit am Freitag über 100m Freistil an den Start gingen,
erkundeten Doreen und Inga schon mal die Gamla Stan (Stockholm's schöne
Altstadt). Am Samstagmorgen in aller Frühe standen dann für
uns drei die 200m Brust an, für Tanja, als Kraulsprinterin, eher
mal ein Test, und somit konnte sie auch mit 3:19 und einem elften
Platz in der AK35 sehr zufrieden sein- Fazit: ‚Die 200m Brust schwimme
ich mal wieder!' Auch Inga war mit ihrer 3:12,06 sehr zufrieden, wenn
man bedenkt, dass sie aufgrund von Schulterproblemen kaum trainiert
hat. Mit 2:55,52 hatte Marit ihr Ziel schneller als bei den Hamburgern
zu schwimmen klar verfehlt, so war die Bronzemedaille für diese
Zeit dann allerdings ein kleiner Trost. Danach blieb uns noch ein
wenig Zeit, die Schönheiten der Stadt zu erleben, bevor wir dann
am Abend auf die Fähre der Viking Line gingen, um durch die schwedische
Schärenwelt über Nacht nach Helsinki zu gelangen. Als wir
am Sonntag schon die finnische Hauptstadt unsicher machten, kämpfte
sich Frank noch über einen 3,2 km Rundkurs zwischen Algen, Fischen,
Quallen sowie zahlreichen Mitschwimmern, die aufgrund der roten Badekappen
nur schlecht von den roten Bojen zu unterscheiden waren, durch die
18 Grad warme Ostsee vor Stockholm. Dummerweise wurde der Sonntag
erst zu einem Sonnentag nachdem die Schwimmer die Strecke von offiziell
3.200m beendet hatten. Frank's Fazit: "Wenn man wie ich über
fast keine natürliche Wärmedämmung verfügt, wird
das verdammt kalt..." Und Slowenien
2007 haben wir uns schon mal im Kalender angestrichen….. Vorher könnte
es nächstes Jahr noch heissen: "If you're going to San Francisco,
be sure to wear some flowers in your hair". Denn dann wird auf
dem Campus der Universität Stanford die nächste WM der Masters
ausgetragen.! Marit Tanja Inga Frank
Marit
Breitfeld & Frank Plamann |