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von
Miriam Müller
Ein schönes Gefühl: Sich an einem Freitag im Büro auf ein anstehendes Wettkampfwochenende freuen. Noch dazu, wenn dieses im hohen Norden stattfindet. Am späten Nachmittag ging es mit Marit und ihrem Freund Lars von der SG West gen Norden zu den Offenen Dänischen Masters-Meisterschaften. In der Jugendherberge von Arhus (ihres Aussehens wegen in "Villa Kunterbunt" getauft) angekommen begrüßten uns Gölle, Anke und deren Freundin Marschi vom FWV Vorwärts, die unsere kleine aber feine Wettkampftruppe komplettierten.
Am nächsten Morgen war die Freude über das schöne 25-Meter-Wettkampfbecken und die elektronische Zeitnahme groß. Mit typisch dänischer Gelassenheit nahmen wir es auch hin, dass es bis kurz vor Wettkampfbeginn noch kein Meldeergebnis gab. Nach der Erfahrung des vergangenen Jahres wussten wir, dass dies ein sehr angenehmer, kurzweiliger Wettkampf mit hohen Organisationsstandard werden würde.
Das kalte Wasser erwies sich als schnelles Nass, in dem Anke und ich über 50 Freistil die ersten beiden dänischen Masters-Titel für den HSC erringen konnten. Weitere sollten folgen. So gewann Marit mit der schnellsten Zeit im gesamten Damen-Feld den Titel über 100 Brust in sehr guten 1:14,41. Doch bei "alle guten Dinge sind drei" beließen wir es nicht und erschwammen im ersten Abschnitt noch zwei weitere Titel: Anke über 50 Rücken und Marit über 100 Delfin.
Belohnung muss sein, und da die von Anke heiß ersehnten dänischen Hot Dogs auf dem nahe gelegenen Markt nicht zu finden waren, ist sie dort in Form von Kaffee und leckeren Schoko-Muffins ausgefallen. Da keiner von uns für den zweiten Abschnitt gemeldet war, haben wir nachmittags gemeinsam Århus erkundet: Nach kurzen Spaziergängen an Strand, Yachthafen und Schloss sind wir in der Innenstadt in einem Café zu einem Verpflegungs-Stopp mit Cola, Irish Coffee und überdimensionalen Sandwiches bzw. Riesen-Nacho-Portionen eingekehrt. Den Samstag abgerundet haben wir abends mit einem Pizza-Pasta-Besuch beim Italiener.
Am Sonntag konnten wir unsere fast unheimliche Siegesserie mit den Titeln sechs bis zwölf fortsetzen. Zwar werden wir leider nie erfahren, ob bei Ankes 100 Rücken noch ein paar Zehntel oder gar Sekunden drin gewesen wären, hätte sie sich eingeschwommen. Für den nächsten Sieg langte es allemal. Auch Marschi (AK 50) und Lars (AK 30) aus unserer Reisegruppe konnten mit guten Ergebnissen vor allem über die Bruststrecken zu unserem erfolgreichen Wochenende beitragen.
Die Möglichkeit, jede Goldmedaille in eine Flasche Wein umzutauschen, haben wir nicht genutzt. So fuhren wir ohne Alkohol und ohne Hot Dogs für Anke, aber mit obligatorischem Stopp bei McDonalds, nach Hause. Alkohol soll dem Hörensagen nach auch auf der Masters-Party am Samstagabend geflossen sein, die leider ohne uns stattfand. Aber das wird sich nächstes Jahr ändern, denn: Offene Dänische Meisterschaften, wir kommen wieder! Und freuen uns schon jetzt drauf. Im Büro.
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