Ergebnisse Freiwasserschwimmen 2008
 


von Peter Jacob

Sommerzeit, Freiwasserzeit. Wenn strahlender Sonnenschein die Schwimmhallen des Landes in wahre Treibhäuser verwandelt zieht es nicht nur nach Abkühlung lechzende Badegäste in Freibäder, Baggerseen und andere Gewässer. Im HSC erfreut sich das «Open-Water»-Schwimmen wachsender Beliebtheit. Im Schatten unserer Spitzenschwimmerin Alessa Dörling nehmen immer mehr HSCerinnen und HSCer an den unterschiedlichsten Freiwasser-Wettkämpfen teil, die für viele eine willkommene Abwechslung und Ergänzung zum gewohnten «Bahnen ziehen» darstellen.

Bei den Schwimmveranstaltungen im offenen Gewässer werden in der Regel mehrere durch Bojen markierte Runden z.B. in einem See zurückgelegt. Die Standardstrecken sind 5 000 und 10 000 Meter, wobei die Längen nicht wie im Becken auf den Meter genau stimmen. Neben der langen Strecke, für die es sich das Tempo gut einzuteilen gilt, gibt es weitere Aspekte, die das Schwimmen draußen von drinnen unterscheidet.

Übersicht spielt eine wichtige Rolle – und zwar in doppelter Weise. Zum einen gilt es den kürzesten Weg von Boje zu Boje zu finden und nicht allzu weit von der Ideallinie abzudriften. Das ist nicht nur für Kurzsichtige manchmal leichter gesagt als getan, wenn z.B. hohe Wellen den Blick versperren. Die Übersicht gilt es zudem im Renngeschehen zu behalten. Oft bilden sich Gruppen mit mehreren Schwimmern. Ähnlich wie im Radsport heißt es dann taktieren, Windschatten nutzen, Kräfte sparen und den richtigen Zeitpunkt für eine Attacke abwarten.

Das Wetter ist ein weiterer interessanter Faktor beim Freiwasserschwimmen, denn auch wenn das Gros der Wettkämpfe in den Sommermonaten zwischen Juni und September ausgetragen wird, geben die Veranstalter keine Schönwettergarantie. Bei kalten Temperaturen ist zum Teil das Tragen eines Neoprenanzugs erlaubt oder sogar vorgeschrieben. Nicht selten kommt es wegen widriger Wetterumstände zu Rennabbrüchen. So geschehen bei der Weltmeisterschaft 2007 in Melbourne, als bei rauer See und meterhohen Wellen das 25 Kilometer-Rennen der Frauen nach der halben Distanz unterbrochen und am Folgetag fortgesetzt wurde. Und auch in heimischen Gefilden sorgen Wetterkapriolen für chaotische Verhältnisse. Bei den deutschen Meisterschaften 2008 in Prien am Chiemsee mussten gleich drei Entscheidungen wegen Gewitters verkürzt werden. Da Abbruch-Entscheidungen von der Rennleitung während des Wettkampfes getroffen werden, entsteht in diesen Fällen häufig Verwirrung über die Wertung des Rennens. 

Hier gibt es ein paar Ergebnisse vom Freiwasserschwimmen 2008:

Strausseeschwimmen in Strausberg (Brandenburg) am 21./22. Juni 2008 

 

Jahrgang

Zeit

Platz AK

Platz Gesamt

1250 Meter

 

 

 

 

Marc-André Auer

1993

16:00 Min.

2

6

 

 

 

 

 

2500 Meter

 

 

 

 

Friederike Schmidt

1993

33:53 Min.

3

5

Mona Hagelstein

1993

33:54 Min.

4

6

Sandra Runkel

1992

35:27 Min.

5

8

Marijana Haß

1991

31:14 Min.

2

4

Sylvia Ellerbrock

1963

56:37 Min.

2

30

Marko Ellerbrock

1994

34:22 Min.

3

11

 

 

 

 

 

5000 Meter

 

 

 

 

Ida Brückner

1992

1:11:31 Std.

5

9

Sabrina Auer

1990

1:16:33 Std.

5

13

Alessa Dörling

1988

0:56:46 Std.

1

3

Anna Oberle

1988

1:16,33 Std.

2

12

Nicole Schwarz

1974

1:12:01 Std.

1

11

David Tönjes

1989

1:09:46 Std.

5

10

 

 

 

 

 

10 000 Meter

 

 

 

 

Alessa Dörling

1988

2:02:22 Std.

 

1

Hier gibt es Bilder von der Veranstaltung (auch einige HSC-Aktive sind im Bild)
Ein Bericht vom Strausseeschwimmen 2007


Deutsche Meisterschaften in Prien am Chiemsee

Alessa Dörling (88):
10 000 Meter Platz 7 in 2:08:37,34 Std.
5 000 Meter Verfolgungsrennen Platz 6 in 0:15:38,65 Std. (Das Rennen, das zum ersten Mal als Einzelstart ausgetragen wurde, wurde wegen Gewitters nach 1250 Metern abgebrochen.)  

Interview mit Alessa Dörling nach ihrem 2. Platz im Europacup der Freiwasserschwimmer 2007

 
11. Internationales Glücksburger Förde-Crossing

Das Rennen über 3 km durch die Flensburger Förde wird in Soenderhav (Dänemark) gestartet und endet in Glücksburg. Marit Breitfeld konnte den Titel verteidigen und den Wanderpokal ein zweites Mal mit nach Hause nehmen.

Jahrgang

Zeit

Platz

Marit Breitfeld

1975

38:54 Min.

1

Miriam Müller

1978

40:31 Min.

5

Jana Schellenberg

1984

43:16 Min.

8

 

 

 

 

David Tönjes

1989

40:11 Min.

16

Thomas Hämmer

1978

40:57 Min.

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