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von Peter Jacob
Schwimmer sind Schwimmer – und keine Läufer! Dass dieser Grundsatz leider allzu oft zutrifft, stellten wir drei HSCer, die beim Swim and Run des Verein Aktive Freizeit e.V. (VAF) starteten, eindrucksvoll unter Beweis: Nach den 750m Schwimmen noch aussichtsreich platziert, vergaben wir auf der 5,8km langen Laufstrecke durch den Bahrenfelder Volkspark jegliche Medaillenchance. Ein gelunger Wettkampf war die Veranstaltung, die viele Hamburger Triathleten als Saisonauftakt und Gradmesser nutzten, dennoch.
Für das Schwimmen wurden die 100 Teilnehmer anhand der Meldezeiten auf vier Läufe á fünf Bahnen verteilt. Miri begab sich auf Bahn 1, die Bahn mit den schnellsten Schwimmern. David und ich knobbelten derweil auf der Nachbarbahn mit unseren Mitschwimmern die optimale Reihenfolge aus. Auch Marit hatte eigentlich auf dieser Bahn starten sollen, musste aber krankheitsbedingt absagen. Schade, sie hätte als Hase bestimmt ein hübsches Tempo angeschlagen.
Mit dem Startpfiff wurde das Wasser wild aufgewirbelt und das Hauen und Stechen um die beste Position begann. Unser Gefährte hatte sich wohl etwas überschätzt und so mussten David und ich schon nach wenigen Metern zum Überholmannöver auf der schmalen Bahn ansetzen. Während Miri auf den letzten Metern noch rüpelhaft aufgehalten wurde, konnte ich David 100 Meter vor dem Zielanschlag noch überspurten.
Nach kurzer Pause ging es bei fröstelnden Temperaturen gemeinsam in den nahegelegen Volkspark. Der Laufstart erfolgte anhand der geschwommen Zeiten. Der schnellste Schwimmer lief also vornweg.
Sportskollege Lars sagte noch der Kurs sei flach und schon ging es los. Etwa drei Viertel der Strecke waren wirklich eben doch urplötzlich ging es steil bergab. Und wie jeder weiß, wo es runter geht, muss es früher oder später wieder bergauf gehen. Und das tat es auch. Kurz vor Ende der Runde kam ein langer Anstieg, den Marathonis auch gern als “Heartbreake Hill” bezeichnen. Wenigstens wusste man nun was einen auf der zweiten Runde erwartet. Doch das machte es nicht einfacher: Jetzt musste mitten im Anstieg auch noch der Endspurt forciert werden.
Bis zur Halbzeit hatte ich meinen zweiten Platz noch erfolgreich verteidigen können doch dann rückte mir die Konkurrenz auf den Pelz. Immer heufiger hörte ich erst ihre näher kommenden Schritte und dann ihr lautes Atmen. Nach und nach zog Läufer um Läufer vorbei.
Kaum im Ziel, gesellte sich David dazu und wir zählten gemeinsam die durchs Ziel laufenden Damen. Vielleicht schafft es Miri ja aufs Treppchen? Es dauerte nicht allzu lang bis feststand, dass es nicht gereicht hatte. Mit Blick auf die Ergebnisliste bleibt wohl nur zu sagen: Schwimmer sind eben Schwimmer.
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