| DMS Masters 2010 - Endkampf in Berlin |
| vom 06.11.2010 |
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Zunächst gab es am Donnerstag eine schlechte Nachricht im Vorfeld des DMS Masters Endkampfs: Niklas, unser Top-Delphin Schwimmer, musste wegen eines Infekts für Samstag absagen… Damit fehlte uns der vierte Mann, der laut Reglement notwendig ist. Und fast alle Mastersschwimmer hatten wir ja schon in unserer 2. Mannschaft eingesetzt. Nach einigen Telefonaten stand fest, gottseidank konnte Uwe Zürcher kurzfristig einspringen - danke nochmal an dieser Stelle! Mit drei Autos machten wir uns am Samstagmorgen auf den Weg nach Berlin und freuten uns schon auf das schnelle Becken in der Landsberger Allee. Im Gegensatz zum Vorkampf in Hamburg, wurden die Läufe nach Zeiten gesetzt, insofern wusste man in etwa, was die Personen rechts und links neben einem so schwimmen. Jörg, unser Exil-Bayer, machte den Anfang mit 200m Kraul und verbesserte seine Vorkampfzeit gleich um 3 Sekunden. Auch Inga schwamm mit 1:21,2min auf 100m Brust 2 Sekunden schneller als im Vorkampf… so konnte es weitergehen… Auf eigentlich jeder Strecke, mit wenigen Ausnahmen, wurden die Vorkampfzeiten deutlich übertroffen. Nicole erzielte eine neue Masters-Bestzeit auf 100m Schmetterling, Silke schwamm 5 Sekunden schneller auf 200m Lagen, Jose senkte seine 400m Freistil Zeit erneut um 4 Sekunden und Dennis gab sein sensationelles Wettkampf-Comeback mit 1:04,7 auf 100m Lagen. Dennoch lagen wir nach dem 1. Abschnitt nur auf dem 9. Rang, aber das trübte unsere Stimmung nicht. Denn auch die anderen Mannschaften waren einfach super schnell unterwegs. Im zweiten Abschnitt stand für mich zunächst meine Lieblingsstrecke 100m Brust an. Nach den 1:14,8min im Vorkampf hatte ich schon ein wenig mit dem deutschen Altersklassenrekord geliebäugelt, der bei 1:14,55 min lag. Im reinen Männerlauf auf der Außenbahn erhoffte ich mir, im Sog etwas mitgezogen zu werden. Und die Rechnung ging auf: 1:13,85min stand auf der Anzeigetafel! Es hatte geklappt mit dem deutschen Altersklassenrekord... Bei der Identitäts- und Anzugkontrolle teilte man mir mit, dass der Deutsche Rekord gleichzeitig Masters-Europarekord war, somit war meine Zeit nun auch Europarekord in der Altersklasse 35 - damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet! Wie auch bei der DMS in der offenen Klasse stieg die Stimmung zu den letzten 100m Kraul deutlich an und alle Teams feuerten ihre Schwimmer nochmal kräftig an. Gegenüber dem Vorkampf hatten sich die meisten Mannschaften deutlich steigern können, meistens durch Joker, die im Vorkampf noch nicht eingesetzt wurden oder Schwimmer, die noch über Zweitstartrecht verpflichtet wurden. In Hamburg natürlich schwierig, da ja schon alle schnellen Schwimmer geschwommen waren. Trotz unser Leistungssteigerungen mit über 200 Punkten mehr als im Vorkampf und gut 500 Punkten gegenüber unser errechneten Aufstellung, mussten wir 5 Plätze einbüßen und beendeten den Endkampf auf Platz 11 - waren aber total zufrieden mit unseren Leistungen! Zur stimmungsvollen Siegerehrung wurden nochmal alle Mannschaften auf die Startbrücke gebeten und feierten mit Sektduschen den ersten Meistertitel des SCW Eschborn. Beim anschließenden gemeinsamen Get Together mit Buffet und Musik wurde dann noch weitergefeiert. Auch wenn der DJ nicht immer unseren Musikgeschmack traf, war es noch ein netter Abend. Für das inzwischen sehr hohe Niveau im Masters Schwimmsport stehen sicherlich auch die 25! Deutschen Altersklassen Rekorde sowie 5 Europarekorde, die in Berlin gebrochen wurden - und das im Jahr eins nach der 'Gummipelle'. Marit Breitfeld
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